Berliner Hütte, 2006
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kunstfonds Courtesy Galerie Gebr. Lehmann, Dresden
© Markus Draper Foto: Herbert Boswank
In seinen Landschaftsbildern kombiniert Markus Draper eine erhabene ferne Bergwelt mit unserem modernen, aber zerstörten und zerfallenden urbanen Lebensraum. Der Vordergrund wird mit ruinösen Bauwerken einer vom Menschen geschaffenen Alltagsarchitektur verstellt, seien es nun Plattenbauten, Bungalows, Hochhäuser oder die BERLINER HÜTTE, eine mit Graffiti beschmierte Ruine, die an ein verfallenes Märchenschloss erinnert. Ruinen, Blitze, Feuer (in den Bergen hinter den Wolkenkratzern der ZENTRALE RANDLAGE) sind Zeugen einer Katastrophe, die stattgefunden hat oder sich gerade ereignet, aber nicht näher definiert wird. Die Ursache hierfür ist der Mensch, der jedoch nicht direkt in den Bildern auftritt. Das Verhältnis zur „heilen“ Natur ist ebenso gebrochen wie das zur beschützenden Behausung. Bedrohung und Untergang beherrschen die Stimmung dieser dennoch „schönen“ Bilder, die Ewigkeit mit Vergänglichkeit und Natur mit Zivilisation konfrontieren.

