El Lissitzky (Lasar Markowitsch Lissitzky)
1890 Potschinok (Russland) - 1941 Moskau
Von 1909 bis 1914 studiert EL Lissitzky in Darmstadt Architektur. Bei Kriegsausbruch geht er nach Russland zurück. Als Mitglied der Abteilung der Bildenden Kunst des Kommissariats für Volksbildung entwirft er Straßendekorationen in Moskau und die erste Sowjetfahne. Nachdem er sein Diplom als Ingenieur-Architekt erworben hat unterrichtet er ab 1919 als Professor für Graphik an der Staatlichen Freien Kunstwerkstätten in Witebsk. Dort begegnet er Marc Chagall und Kasimir Malewitsch. In dieser Zeit wendet sich Lissitzky der suprematistischen Bildlehre und der Gruppe UNOWIS zu. Er beginnt nun an den ′Prounen′ zu arbeiten. Von 1921/22 hält sich EL Lissitzky in Berlin auf, wo er sich an der von David Sterenberg, Nathan Altmann und Naum Gabo organisierten „Ersten Russischen Kunstausstellung“ in der Galerie van Diemen beteiligt. Gemeinsam mit Ilja Ehrenburg veröffentlicht er 1922 Zeitschrift Wjesch–Objet–Gegenstand und wird Mitglied der Novembergruppe. Er beteiligt sich bis 1929 mehrfach an deren Ausstellungen. 1924 gibt er mit Kurt Schwitters die Zeitschrift Merz und 1925 mit Hans Arp „Die Kunstismen“ heraus. In dieser Zeit entwirft er auch für das Moskauer Hochhausprojekt „Der Wolkenbügel“. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in der Schweiz wird er dort ausgewiesen und kehrt nach Moskau zurück. Er übernimmt eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für Innenarchitektur und Möbel an der Fakultät für Holz- und Metallbearbeitung in Moskau. Seine Tätigkeit als Typograph und als Gestalter von Ausstellungsräumen führt er weiter. 1931 ist er der ständige Leiter der Bauausstellung im Gorki-Kulturpark in Moskau. Er übernimmt 1934 die Leitung der 1. Allsowjetischen Landwirtschaftlichen Ausstellung. Dieses Amt legt EL Lissitzky kurz nach seiner Ernennung nieder. 1936 folgt ein mehrmonatiger Krankenhaus- und Sanatoriumsaufenthalt. Ein Jahr später nimmt er an der Ausstellung konstruktivistischer Kunst in Basel teil. Nach einer Kur am Schwarzen Meer entwirft er 1940 für die Weltausstellung in New York das Restaurant für die sowjetische Abteilung. EL Lissitzky stirb 1941 in Moskau.

